Ihr Sportorthopäde in Wien

Übersicht

Die Sportorthopädie befasst sich mit sämtlichen Verletzungen, Überlastungssyndromen oder anderen Schmerzzuständen, die während oder nach dem Sport am Bewegungsapparat auftreten. Ich sehe die Sporttraumatologie als ein Teilgebiet dessen an, die sich ebenso mit der Akutversorgung und Nachsorge von Sportunfällen beschäftigt.

Profisportler, Hobbysportler, Sport im Alter

Aufgrund der Errungenschaften der letzten Jahrzehnt in der Orthopädie und Unfallchirurgie ist eine Spezialisierungen mittlerweile unumgänglich geworden. Nur durch solche Spezialisierungen kann ein Arzt seinen Patienten die bestmögliche Therapie am neuesten Stand der Wissenschaft und Technik anbieten.

Im Hochleistungssport werden heutzutage Leistungen gezeigt, welche vor 10 Jahren noch unvorstellbar waren. Der dafür notwendige extreme Trainingsaufwand bringt die Sportler an die Grenzen des körperlich Machbaren. Andererseits darf der Sportler auch nicht ins Übertraining schlittern, da hier die Verletzungsgefahr deutlich ansteigt und eine schwere Verletzung nicht selten das Karriereende bedeutet.

Natürlich sind die Hobbysportler eine viel größere Gruppe, welche meist einen regulären Beruf ausüben und dann lediglich am Wochenende ihren gewohnten Sport ausüben wollen. Diese „weekend worrier“ haben oft eine strake Motivation, bei geringen Trainingspensum und unzureichender Vorbereitung, was ebenso leicht zu Überlastungssyndromen aber auch Sportunfällen führen kann.

Auch im höheren Alter wird zunehmend Sport getrieben um einerseits den Geist aber vielmehr die Muskeln, Bänder und Gelenke aktiv zu halten. Das ist toll! Hier muss die moderne Sportorthopädie aber genauso Schritt halten und kann den Patienten so weit als möglich dabei unterstützen.

Das Schlimmste für den Profisportler, aber auch für den Hobbysportler, ist wenn man den gewohnten Sport nicht mehr ausüben kann. Daher sollte man frühzeitig die Hilfe eines Sportorthopäden/-traumatologen aufsuchen, damit nicht aus negierten Schmerzen unüberwindbare Hürden werden. Das Ziel der Sportorthopäden ist es daher dem Patienten die sportliche Ausübung wieder zu ermöglichen.

Die Diagnosenstellung und die daraus folgende Therapieempfehlung ist nur der erste Schritt. Unabhängig davon ob eine konservative Therapie, oder eine operative Therapie notwendig ist, muss ein guter Sportorthopäde eine enge Kooperation mit Physiotherapeuten pflegen. Die Therapeuten übernehmen tatsächlich einen Großteil der Therapie und sind somit unentbehrlich für eine schnelle und gute Rehabilitation. Ausgleichen muskulärer Dysbalancen, Korrektur von Fehlhaltungen, oder postoperative Rehabilitation sind nur ein paar wenige wesentliche Bausteine in der Therapiepyramide, die ohne Physiotherapie in sich zusammenstürzen würde.

Sportartspezifische Verletzungen

Die meisten Sportorthopäden sind selber sportlich und können sich daher gut in die Sportler hineinversetzten. Die unmittelbare Nähe zu einzelnen Sportarten und das „Know How“ sportartspezifischer Verletzungen begründet sich meist darin, dass der Arzt selber diesen Sportart ausgeübt hat, oder langjährige Erfahrung mit Sportlern dieser Sportarten pflegt. Bei jeder Sportart, werden andere Gelenke unterschiedlich stark Belastet oder sind unterschiedlich stark Gefährdet. Detaillierte Kenntnis über Bewegungsabläufe, die Physiologie der Gelenke und die Häufigkeit einzelner Verletzungen helfen dem geschulten Sportorthopäden frühzeitig die richtige Diagnose zu stellen und damit die Dauer des Trainingsausfalles zu minimieren.

Fussball, der alpine Skisport, Ballsportarten und Radfahren sind die Sportarten, welche für die meisten Sportverletzungen in Österreich verantwortlich sind. Mehr als 30.000 Wintersportler verletzen sich jedes Jahr beim Skifahren und Snowboarden so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Beim Fussball verletzen sich sogar laut KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) bis zu 50.000 Sportler in einem Jahr. In den meisten Fällen finden sich bei diesen Sportarten die Verletzungen in den unteren Extremitäten (= Bereich von der Hüfte bis zu den Zehen). Bandverletzungen des Sprunggelenkes, Muskelverletzungen in der Wade und dem hinteren Oberschenkel (Hamstrings, Bizeps femoris), sowie Binnenschäden des Kniegelenkes (Kreuzbandriss, Meniskusriss, Knorpelschäden,…) sind nur ein paar wenige Verletzungen, die allen aktiven Sportlern nur zu gut bekannt sind. Die Diagnostik und zielgerichtete individuelle Therapie dieser Verletzungen sind das Tagesgeschäft eines jeden Sportorthopäden. Bei Wurf- oder Schlag dominierten Ballsportarten ist oftmals die obere Extremität (= Bereich von der Schulter bis zu den Finger) betroffen. Neben Verletzungen des Schultergelenkes (Verrenkungen, Rotatorenmanschettenrisse, Werferschulter…) sind Ellenbogen-Instabilitäten, aber auch Verletzungen der kleine Fingergelenke sehr häufig und begleiten Sportler und Sportorthopäden in ihrem Alltag. 

Runners Knee

(ITB-Syndrom, Friction Syndrom): Muss immer beim lateralen Knieschmerz differenzialdiagnostisch bedacht werden. Es handelt sich hier um eine Schleimbeutelentzündung zwischen Oberschenkelknochen (Femurcondyl) und einem Faszienstrang (Tractus iliotibialis). Tritt gehäuft bei Läufern und Radfahren auf, insbesondere bei Patienten mit O-Beinen die gleichzeitig noch beim Laufen den äußeren Fußrand aufsetzten. Therapeutisch muss neben Dehnungsübungen und antientzündlicher lokaler und oraler Therapie auch auf die richtige Schuhversorgung geachtet werden.

Jumpers Knee (Patella-spitzensyndrom)

Ein Patella-Spitzensyndrom resultiert als eine Überlastung des Streckapparates. Es tritt häufig bei positiv und negativ Beschleunigung am Kniegelenk auf, wie beim Tennis, Basketball, Volleyball, oder anderen Sprungsportarten. Behandelt wird hier mit lokaler oder oraler Gabe von antientzündlichen Medikamenten, aber vordergründig physiotherapeutisch: Querfriktionenen, Dehnung des Streckapparates und Wiederherstellung der muskulären Dysbalance. Taping und Patellasehnenbandagen verhindern Übermäßige Spannungsverhältnisse am Sehnenansatz.

Achillessehnenriss

Achillessehnenrisse entstehen meist ein paar Zentimeter oberhalb ihrer Ansatzstelle, am Fersenbein, wo die Durchblutung der Sehne am schlechtesten ist. Die akute Verletzung wir oft beschrieben als Knall oder spürbaren Riss. Klinisch kann man eine klare Delle im Bereich der Sehne tasten. Mittels Ultraschall kann die Distanz der gerissenen Sehnenenden eruiert, welche individuell mitentscheidend ist ob eine Operation notwendig ist, oder konservativ therapiert werden kann. Bei Sportlern wird grundsätzlich eher zur Operation geraten.

Shin Spint

Wird in der Medizin meist als MTSS (medial tibial stress syndrom) bezeichnet und beschreibt ein übliches Überlastungssyndrom welches häufig bei Läufern auftritt. Es handelt sich dabei um eine Periostitis (Knochenhautreizung) hervorgerufen durch übermäßige Zugbelastung folgender Muskeln: tibialis posterior, flexor digitorum longus und soleus. Da Überpronation zu einem Risikofaktor zählt und der musculus tibialis posterior sowohl bei vermehrter Pronation als auch bei der Ausbildung des “Shin Splint Syndroms” eine wesentliche Rolle zukommt, muss bei der Therapie auf die Fuß Stellung ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Die Therapie schaut wie folgt aus: Trainingspause, lokale Kühlung im Akutstadium, Tape Verbände, Physiotherapie, richtige Sportschuhwahl, Dehnungsübungen