BEHANDLUNG JEGLICHER SPORT-VERLETZUNGEN:​

Übersicht

Akute Verletzungen während des Sportes oder bei banalen Verletzungsmechanismen:  Frakturen, Muskelverletzungen, Sehnen, Bandverletzungen.
Überlastungssyndrome: Oftmals liegt bei einem Überlastungssyndrom eine muskuläre Dysbalance vor, die es neben der Schmerztherapie aufzudecken gilt um sie gezielt therapieren zu können.

Kreuzband-verletzung

Nicht jeder Patient und nicht jedes Kreuzband muss unbedingt operiert werden.
Das hängt ganz individuell von ihren Anforderungen an ihr Kniegelenk ab.

Sind Sie Jung und sportlich, mit hohen sportlichen Ambitionen und sind nicht bereit ihr Sportpensum herunter zu schrauben? Dann profitieren sie ganz klar von einer Kreuzbandoperation. Wir wissen aus groß angelegten Studien, dass bei sehr aktiven Patienten mit gerissenen Kreuzband es zu einer frühzeitigen Zerstörung von Meniskus und Knorpelgewebe kommt auch wenn keine Instabilität subjektiv spürbar ist. Üben Sie also Sportarten mit vielen Rotationsbewegungen aus, z.B: Ballsportarten jeglicher Art, insbesondere Fußball, Skifahren, oder Kampfsportarten, ist ein stabiles Kniegelenk essenziell.

Ich entscheide individuell ob Ihr Kreuzband genäht (also erhalten) werden kann oder rekonstruiert werden muss. Es hängt hauptsächlich von der Rissform, Ihrem Alter, Ihren sportlichen Ambitionen und Risslokalisation ab.

Meniskusriss

Ein frisch gerissener Meniskus nach einem Unfall muss genau untersucht werden. Eine Magnetresonanz zeigt uns wo genau der Meniskus gerissen ist, wie groß der Riss ist und was für eine Form der Meniskusriss hat. An Hand dieser Visualisierung und gemeinsam mit der klinischen Untersuchung kann dann entschieden werden ob eine Operation sinnvoll ist.

Nicht jeder Meniskus muss operiert werden! Dies ist eine individuelle Entscheidungsfindung.

Sollte eine Operation notwendig sein versuche ich meist den Meniskus zu erhalten und den Riss zu nähen. Der Meniskus ist schlussendlich eine wichtige Struktur im Knie ohne dem eine frühzeitige Abnützung des Gelenkknorpels entsteht. Aufgrund der spezifischen Durchblutungssituation, des Alters des Meniskusrisses und Ihres eigenen Alters, ist eine Meniskusnaht nicht immer sinnvoll. Daher müssen zerstörte Anteile manchmal entfernt werden, damit das Gelenk nicht weiter geschädigt wird.

“Save the Meniskus” ist die Devise. Wenn möglich sollten Meniskusverletzungen genäht werden, da die Druckverhältnisse nach Meniskusresektion exorbitant steigen und ein frühzeitiger Knorpelschaden mit daraus resultierender Arthrose vermieden werden soll.

Rotatorenmanschetten Verletzungen

Zu einem Einriss der Rotatorenmanschette (Rotatorenmanschettenläsion) kann es infolge einer akuten Verletzung kommen ( z.B.: Schulterverrenkung), viel häufiger allerdings kommt es durch chronischer Abnützung oder Irritationen (z.B.: bei einem Impingementsyndrom) zu einer Degeneration oder Rissbildung. Diese verläuft oft schleichend und unmerklich, bis plötzlich Symptome auftreten, oftmals bei Bagatelltraumata. Länger bestehende Schmerzen, Verkalkungen oder Reizzustände gehen Rissbildungen oftmals voraus.

Bei jüngeren Patienten sollte eine Verletzung der Rotatorenmanschette operativ behandelt werden. Teileinrisse (Partialrupturen), aber insbesondere vollständige Rissen (transmurale Rupturen) verschließen sich im Verlauf meist nicht, da der Zug des betroffenen Muskels zu einem weiteren Auseinanderklaffen (Dehiszenz) der Sehne führt.

Knorpelverletzungen

Sie haben einen Knorpelschaden und wissen nicht mehr weiter?

Wichtig ist immer wie der Knorpelschaden entstanden ist. Handelt es sich um eine akute Verletzung oder eine Abnützungserscheinung? Wenn ein Trauma stattgefunden hat, welches war es und gibt es Begleitverletzungen? Eine Band Instabilität (z.B: Kreuzbandriss), oder ein fehlender Meniskus sind schlechte Voraussetzungen für eine Knorpeltherapie. Ebenso ist eine falsche Beinachse keine gute Voraussetzung für eine Knorpelregeneration.

Die Beinachse, der Meniskusstatus (bei einem Knorpelschaden im Kniegelenk), ebenso wie die Bandstabilität müssen im Rahmen einer Knorpeltherapie unbedingt bedacht werden.

Bei der Therapie unterscheidet man die konservative Schiene mit Physiotherapie, Nahrungsergänzungsmittel und Infiltrationen mit Hyaloronsäure oder Eigenplasma, von der operativen.

Folgende Eingriffe sind in der Knorpeltherapie möglich:

  • Knorpelglättungen
  • Mikrofrakturierung /Nanorfrakturierung
  • Knochen-Knorpel
  • Transplantation
  • Knorpelzüchtung
  • Zellfreie Matrixtransplantation

Runners Knee

(ITB-Syndrom, Friction Syndrom): Muss immer beim lateralen Knieschmerz differenzialdiagnostisch bedacht werden. Es handelt sich hier um eine Schleimbeutelentzündung zwischen Oberschenkelknochen (Femurcondyl) und einem Faszienstrang (Tractus iliotibialis). Tritt gehäuft bei Läufern und Radfahren auf, insbesondere bei Patienten mit O-Beinen die gleichzeitig noch beim Laufen den äußeren Fußrand aufsetzten. Therapeutisch muss neben Dehnungsübungen und antientzündlicher lokaler und oraler Therapie auch auf die richtige Schuhversorgung geachtet werden.

Jumpers Knee (Patella-spitzensyndrom)

Resultiert als eine Überlastung des Streckapparates, tritt häufig bei positiv und negativ Beschleunigung am Kniegelenk auf, wie beim Tennis, Basketball, Volleyball, oder anderen Sprungsportarten. Behandelt wird hier mit lokaler oder oraler Gabe von antientzündlichen Medikamenten, aber vordergründig physiotherapeutisch: Querfriktionenen, Dehnung des Streckapparates und Wiederherstellung der muskulären Dysbalance. Taping und Patellasehnenbandagen verhindern übermäßige Spannungsverhältnisse am Sehnenansatz.

Achilles-sehnen-verletzungen

Achillessehnenrisse entstehen meist ein paar Zentimeter oberhalb ihrer Ansatzstelle, am Fersenbein, wo die Durchblutung der Sehne am schlechtesten ist. Die akute Verletzung wir oft beschrieben als Knall oder spürbaren Riss. Klinisch kann man eine klare Delle im Bereich der Sehne tasten. Mittels Ultraschall kann die Distanz der gerissenen Sehnenenden eruiert, welche individuell mitentscheidend ist ob eine Operation notwendig ist, oder konservativ therapiert werden kann. Bei Sportlern wird grundsätzlich eher zur Operation geraten.

Shin Splint

Wird in der Medizin meist als MTSS (medial tibial stress syndrom) bezeichnet und beschreibt ein übliches Überlastungssyndrom welches häufig bei Läufern auftritt. Es handelt sich dabei um eine Periostitis (Knochenhautreizung) hervorgerufen durch übermäßige Zugbelastung folgender Muskeln: tibialis posterior, flexor digitorum longus und soleus. Da Überpronation zu einem Risikofaktor zählt und der musculus tibialis posterior sowohl bei vermehrter Pronation als auch bei der Ausbildung des “Shin Splint Syndroms” eine wesentliche Rolle zukommt, muss bei der Therapie auf die Fuß Stellung ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Die Therapie schaut wie folgt aus: Trainingspause, lokale Kühlung im Akutstadium, Tape Verbände, Physiotherapie, richtige Sportschuhwahl, Dehnungsübungen

Eigenplasmatherapie ACP

Dies ist ein neues Therapieverfahren welches bei Sehnenansatzreizungen, Muskelverletzungen, sowie mittelgradiger Arthrose in den großen Gelenken angewandt werden kann. Ich verwende in meiner Ordination die ACP Technologie, da es sich hier um ein geschlossenes System handelt und keine Kontamination von außen stattfinden kann. Dies ist im Vergleich zu anderen Systemen ein wesentlicher Vorteil, da mir die Sicherheit bei meinen Patienten am Wichtigsten ist.