Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose)

Übersicht

Eine Arthrose ist definiert als eine degenerative Veränderung eines Gelenkes. Hierbei kommt es zu einer Abnützung des Gelenkknorpels, bis dieser stellenweise oder vollständig aufgebraucht ist. In weiterer Folge wird der Knochen verformt (deformierende Arthrose) und löchrig (Geröllzysten). 

Symptome einer Hüftgelenksarthrose

Durch die Umbauvorgänge verformt sich das Kugelgelenken und es entstehen belastungsabhängige Gelenkschmerzen, Gelenksteifigkeit und Einschränkung des Bewegungsumfangs. Charakteristisch sind der morgendliche Anlaufschmerz der sich nach etwas Bewegung je nach Ausmaß der Arthrose wieder bessern kann. Der Schmerz wird oft als “dumpf” und “tief sitzend” wahrgenommen. Er projiziert sich auf die Leiste und oftmals auch bis ins Kniegelenk. Nicht selten werden Patienten wegen Knieschmerzen vorstellig, deren Ursache sich eigentlich im Hüftgelenk befindet. Bei fortgeschrittener Erkrankung klagen viele Patienten bereits über einen Ruheschmerz welcher sie beim Liegen und insbesondere in der Nacht quält.
Es handelt sich um eine fortschreitende Erkrankung mit zunehmenden Beschwerden. Phasen der Beschwerdefreiheit, ebenso wie schubweise Verschlimmerungen sind typisch.

WIE WIRD EINE HÜFTGELENKSARTHROSE DIAGNOSTIZIERT?

In der klinischen Untersuchung kann man insbesondere bei der Innenrotation des Hüftgelenkes charakteristische Schmerzen auslösen. Im fortgeschrittenen Stadium können vergleichsweise starke Bewegungseinschränkungen auffallen, welche auch im Alltag als störend empfunden werden.
Spezifische Röntgenaufnahmen reichen zumeist aus um die klinische Diagnose zu bestätigen. Erste radiologische Zeichen sind die Gelenkspaltverschmälerung und die subchondrale Sklerosierung. Geröllzysten, Osteophytenbildung und ein entrundeter Hüftkopf zeigen sich im fortgeschrittenen Stadium.

WIE WIRD EINE HÜFTGELENKSARTHROSE THERAPIERT?

Im Anfangsstadium steht immer die konservative Therapie im Vordergrund. Mit physiotherapeutischen Übungen und zeitweiser Einnahme von antientzündlichen Medikamenten können die Anfangssymptome gelindert und der schubweise Verlauf kontrolliert werden.
Wenn dies nicht mehr zum erwünschten Erfolg führt, können unterstützend zum antientzündlichen Effekt Injektionen mit Kortison direkt ins Gelenk (intraartikulär) verabreicht werden. Auch Injektionen mit Hyaloronsäure und Eigenplasma (ACP) sind eine gute Möglichkeit die Schmerzen zu lindern und bieten eine gute Möglichkeit der konservativen Hüftarthrosen Therapie.

Bei steigenden Leidensdruck und lebenseinschränkenden Schmerzen bleibt als letzte Option der künstliche Gelenkersatz (Hüftprothese). Das Röntgenbild gibt nur einen Anhaltspunkt des Ausmaßes der Arthrose. Der Schmerz und die Alltagsumstellung sind für jeden Patienten individuell problematisch, sodass die Operationsindikation gemeinsam mit dem Patienten gestellt wird. Den Zeitpunkt der Operation entscheiden SIE.

Hüftprothesen werden von mir im Vorfeld an Hand eines standardisierten Planungsröntgen geplant und somit die Prothesengröße und Position individuell eruiert. Nur dann kann das bestmögliche Ergebnis erzielt werden. Ein muskelschonender Operationszugang (minimalinvasiv) ist mittlerweile Standard. 

LATERALER HÜFTSCHMERZ

(Bursitis trochanterica, Sehnenansatzreizung): Oftmals besteht eine muskuläre Dysbalance mit einer Insuffizienz des Gluteus medius. Dies lässt sich mit einer klinischen Untersuchung aufdecken, sodass nicht nur Infiltrationen, sondern auch spezielles Muskeltraining der Schlüssel zum Erfolg sein können.

SPORTLER LEISTE

Hier wird eine Gewebeschwachstelle der Faszien im Bereich der Leiste beschrieben, ohne dass es zu einem üblicherweise vorhandenen Bruchsack kommt. Da hier keine muskulären Anteile der Bauchdecke vorhanden sind, kann dieser Bereich auch nicht mit Muskeltraining gestärkt werden. Es können sowohl Traumata, als auch eine generelle Gewebeschwäche ursächlich sein.